Judith Merk
Praktikum in Biberach und Berlin
Die Arbeitstage in Biberach begannen um 8 Uhr. Pressespiegel erstellen gehörte zur täglichen Arbeit. Der Grund war, dass Martin Gerster über die wichtigsten Ereignisse im Wahlkreis 293 Bescheid wissen musste. Manchmal riefen besorgte Bürger an, die gerne Informationen über ein bestimmtes Anliegen haben wollten. Recherchieren und den Bürgern helfen machte mir am meisten Spaß. Die Devise in unserem Wahlkreisbüro lautete, zuzuhören und den Leuten so weit wie möglich beizustehen.
Ich organisierte auch den Besuch Martin Gersters in Rot an der Rot und begleitete ihn zu den Gesprächen mit Firmen und dem Bürgermeister. Im Berliner Büro war es eher abstrakt. In Ausschüssen und Arbeitsgruppen ging es um Spezielles, das ich als Laie nur schwer verstand. Im Vordergrund stand fürs Büro, dass Martin Gerster so gut wie möglich über seine Ausschüsse Bescheid wusste. Das bedeutet, dass Politiker in kürzester Zeit so viele Informationen wie möglich aufnehmen und speichern müssen.
Die Sitzungswochen waren anstrengend. Dienstags war auch Fraktionssitzung, in der beraten wurde, welche politische Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten sei. In den sitzungsfreien Wochen half ich meistens, Termine und Reden vorzubereiten. Natürlich trifft man in Berlin unzählige berühmte Politiker wie Ulla Schmidt, Karl Lauterbach, Walter Riester, Klaus-
Uwe Benneter und sogar Kurt Beck. Das ganze Praktikum ist mir unvergesslich.