Im vergangenen Jahr hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags auf Antrag der damaligen Ampel-Koalition beschlossen, die Pläne zur Offenlegung der Schussen in Bad Schussenried mit 6 Mio. Euro zu unterstützen. Heute erfolgte in Berlin im Beisein des Biberacher SPD-Bundestagsabgeordneten und Mitglieds des Haushaltsausschusses Martin Gerster, der sich im Vorfeld vehement für eine Förderung des Projekts eingesetzt hatte, die Übergabe eines Zuwendungsbescheids an Bürgermeister Achim Deinet und eine Delegation der Stadt.
„Die schlimmen Erfahrungen, die wir in Süddeutschland und auch in Oberschwaben im vergangenen Jahr machen mussten, haben drastisch gezeigt, dass wir uns und auch unsere Städte und Gemeinden besser vorbereiten und anpassen müssen. Gerade kleinere Flüsse und Bäche sollten stärker in den Fokus rücken. Angesichts des zunehmenden Risikos für Hochwasserereignisse halte ich es für absolut richtig, dass Bad Schussenried natürliche Klimaanpassung und Prävention vorantreibt – und dass der Bund dieses Engagement unterstützt. Die heutige Übergabe des Zuwendungsbescheids im Bundesbauministerium ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des umfangreichen Projekts an der Schussen“, so Martin Gerster.
Die Übergabe in Berlin erfolgte zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Sören Bartol (SPD), der Bundestagsabgeordneten Anja Reinalter (Grüne) und dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler (CDU), an den Bad Schussenrieder Bürgermeister Achim Deinet im Beisein der stellvertretenden Bürgermeisterin Evelyn Schmid und des stellvertretenden Bürgermeisters Martin Wieler sowie der projektbegleitenden Architektin Nadja Ayazpoor-Lissek im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Der Haushaltsausschuss hatte in seiner Sitzung am Mittwoch, 5. Juni 2024, Projekte im Umfang von 100 Mio. Euro zur Klimaanpassung in Städten und Gemeinden bundesweit beschlossen. Trotz großer Konkurrenz wurde auch Bad Schussenried für eine Förderung ausgewählt: Mit 6 Mio. Euro übernimmt der Bund gut 72 Prozent der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 8,26 Mio. Euro. Positiver Nebeneffekt der Offenlegung: Als einer der ersten Wasserläufe in Baden-Württemberg wäre die Schussen von Quelle bis zur Mündung in den Bodensee durchgängig für Fische und andere Lebewesen passierbar.
