Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt, Wachstum und nachhaltige Erneuerung: Wie der Biberacher Bundestagsabgeordnete Martin Gerster (SPD) jetzt mitteilt, profitierten im vergangenen Jahr neun Kommunen im Kreis Biberach von der Städtebauförderung des Bundes. Beim „Tag der Städtebauförderung“ am 9. Mai wird auf dieses seit Jahrzehnten und für Städte und Gemeinden so wichtige Förderprogramm aufmerksam gemacht. Im Bundeshaushalt 2026 stellt die Koalition von CDU/CSU und SPD erstmals eine Milliarde Euro für das erfolgreich Förderprogramm bereit.
„Die Städtebauförderung ist eine echte Erfolgsgeschichte“, weiß Martin Gerster: „Seit 1971 ist dieses gemeinschaftliche Programm von Bund, Ländern und Kommunen ein zentrales Instrument zur städtischen Erneuerung. Die Städtebauförderung unterstützt die Kommunen dabei, sich an wirtschaftliche, gesellschaftliche oder ökologische Veränderungen anzupassen – für starke Ortsteile, ein attraktives Lebensumfeld und ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft. Mehr als 12.500 Baumaßnahmen in rund 4.000 Kommunen wurden bisher gefördert, auch bei uns in der Region: Allein im Kreis Biberach hat der Bund vergangenes Jahr knapp 850.000 Euro für den Städtebau bereitgestellt.“
Schwerpunkte der Förderung bildeten dabei die Ortsmitte in Erolzheim (Ortskern II) mit 444.600 Euro und Laupheim (Innenstadt II) mit 115.600 Euro. Aus der Programmschiene „Sozialer Zusammenhalt“ erhielt Eberhardzell für das Sanierungsgebiet Ortskern II 222.200 Euro Bundesförderung.
Dazu der Abgeordnete Martin Gerster: „Ortsmitten und Innenstädte, in denen man sich gerne aufhält, wo man bummelt oder sich zum ‚Schwätza‘ mit Nachbarn oder Bekannten trifft, stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl und dass man sich verbunden und zu Hause fühlt. Arbeiten, Wohnen, Zusammenleben, das soll für alle gut funktionieren. Der Bedarf an Erneuerung, Instandhaltung und Modernisierung ist aber sehr groß. Deshalb unterstützen wir mit der Städtebauförderung konkrete Planungen für mehr Aufenthaltsqualität und die Aufwertung des öffentlichen Raums für eine vielfältige – auch nicht-kommerzielle – Nutzung für möglichst viele Menschen. Im Haushalt 2026 stellt der Bund erstmals eine Milliarde Euro für die Städtebauförderung bereit, so viel wie nie zuvor. Dabei wollen wir gerade bei uns in Oberschwaben das baukulturelle Erbe erhalten und integrieren, zum Beispiel in unseren historischen Altstädten.“
Seit Beginn der Städtebauförderung vor 55 Jahren wurden die Städte und Gemeinden im Wahlkreis Biberach mit gut 35 Millionen Euro vom Bund unterstützt und damit – ergänzt durch die Landesförderung und kommunale Eigenanteile – Investitionen von über 100 Millionen Euro ausgelöst.
Der Tag der Städtebauförderung ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund. Am 9. Mai 2026 beteiligen sich rund 600 Kommunen mit über 700 Veranstaltungen – von Baustellenführungen über Eröffnungsfeste bis hin zu Quartierspaziergängen, Stadtralleys und Workshops.
Im Wahlkreis Biberach können sich Interessierte unter anderem in Eberhardzell sowie in Rot an der Rot in der Ausstellung zum denkmalgeschützten „Oberen Tor“ informieren. In Kißlegg lädt Bürgermeister Dieter Krattenmacher ein zum gemeinsamen Rundgang mit dem Architekten durch das denkmalgeschützte ehemalige Gasthaus „Löwen“, das mit Unterstützung aus der Städtebauförderung zum Bürgerhaus Kißlegg umgebaut wird. Details zu den Veranstaltungen gibt es unter
https://www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/programm-2026
Bild: Tag der Städtebauförderung: Downloads und Arbeitshilfen
